Seascape 18 meets Sun Fast 20

Am Wochenende war Armin mit seiner Seascape 18 GER 013 zu Besuch.

Also wurde die Rennziege gesegelt, die LW musste pausieren

Viel ist nicht zu berichten, da kein Wind war.

Wie man mit so wenig Wind, dass man eigentlich 'ohne Wind' sagen müsste, gegen die Strömung zum Hafen 'aufkreuzt' demonstrierte mir Armin am Samstag. Mitunter auch zur Bewunderung von einigen Clubmitgiedern.

In dem Teil schlummert Power...

Hier ein Bild vor dem Auslaufen (definitv kein Wind :-).

Ansegelregatta

Neun Boote in der Dickschiffausgleichsklasse. Wind mit 3-5 kräftig und böig
Ein Novum: Brigitta ist Vorschoter. Genauer genommen Gewichtstrimm, da ja dank Selbstwendefock an der Vorschot nicht so viel zu tun ist. Der erste Vorstart ist ihr unheimlich, alles zu eng, zu viele Boote
Ehrlich gesagt, mir ist es auch ein bisschen unwohl, gestern zum zweiten Mal in der jungen Saison wieder gesegelt, heute Regatta.
Entsprechend mittelmässig ist der Start.
Dennoch vierter und sechster im ersten und zweiten Rennen.
Dann geht der Wind weg. Der dritte Start findet bei nahezu null Wind start, einige treibt es mit der Strömung über die Ziellinie, Frühstart.
Wir starten wieder mittelmässig, sind aber an der rechten Seite und können ein, zwei winzige Thermikböen und Winddreher mitnehmen, die uns auf Platz zwei bringen.
Wir fahren gut und sind zuversichtlich. Das „Race Committee“ gibt Bahnverkürzung bekannt, es soll an der Boje 2 gewendet werden, wir legen an und liegen perfekt auf der Layline, als die Meldung kommt „es geht doch zur Boje 3, auf dem Rückweg wird B2 ausgelassen, es geht direkt zur Ziellinie“
Na toll, also wenden, wir liegen ja immer noch recht gut.
Hinter uns hat sich eine schwarze Wolkenwand aufgebaut. Dann donnerts. Dem folgt, nach eiserner Vereinsregel, der Abschuss des Rennens. Man will kein Risiko eingehen.
Schade, zurück in den Hafen.
Es blieb bei dem einen Donner, die Siegerehrung findet bei Sonnenschein statt. Brigitta ist total verärgert, ‚es hätte für den dritten Platz gereicht’.
So wurde es der fünfte. Auch gut. Zur Sommerregatta muss die Vorstartphase optimiert werden ...

Am Sonntag ab morgens neun Uhr: Warten auf Wind, Startverschiebung auf unbekannt. Schliesslich, so um 15:00:
... keine Rennen, da kein Wind.
Kurz sind wir raus und haben uns treiben lassen. Man kann ja nicht zum Segeln gehen, ohne zu segeln...

Endlich wieder gesegelt

Endlich! Antifouling aufgetragen, Boot gewassert, Mast gestellt, Motor gewartet.
Dieses Wochenende konnte es los gehen. Die Bedingungen waren nicht überwältigend, aber OK für's erste Mal. 25 Wenden, 10 km Distanz und fast Rumpfgeschwindigkeit erreicht.
So kann' weitergehen

Reisepläne 2009 - Pfingsten

Pfingsten bietet sich dieses Jahr an! Es fällt relativ spät im Jahr, also sollte es schon gemütlich warm sein. Außerdem ist alles erfahrungsgemäß nicht so überlaufen wie im Sommer. Dies sollte insbesondere für die stark frequentierten Reviere gelten. Gute Erfahrungen mit Pfingsten haben wir in dieser Beziehung schon Pfingsten 2007 beim Chartern auf Korsika und 2006 mit Freund Pegges Maxi770 beim Törn Santa Margherita - Korsika gemacht.

  • Côte d'Azur zu Pfingsten, das wäre Mal was!

Das Revier ist ja nicht gerade unbekannt, Nizza hatten wir schon besucht und sind im Hafen herumgeschlichen, ebenso San Remo drüben in Italien und das liebenswerte Arma di Taggia, ein paar Meilen weiter östlich.

Speziell hat uns die Möglichkeit gereizt, einen One-Way-Turn zu machen. Parallel zur Küste geht eine Bahnlinie, sodass man in vernünftiger Zeit am Törnende zum Ausgangspunkt zurückfahren und Auto und Trailer holen kann. Folglich ist man auch recht flexibel, was den Endpunkt betrifft. Bei gutem Wind kann es etwas weiter gehen, bei besonders schönen Plätzen ruhig auch etwas langsamer. Alles was es braucht, ist ein Slip im Zielhafen.

Und schließlich die Freiheit, je nach Wetterlage W-E oder E-W zu fahren. Aus Südwestdeutschland über die Autoroute du Soleil nach Toulon, oder durch den Gotthard Richtung Golf von Genua, beides etwa gleich weit.

Den von mir sehr geschätzten blauen Törnführer habe ich für die französische Riviera nicht gefunden. Aber Rod Heikells "Französische Mittelmeerküste..." hat sich bis dato als gute Alternative erwiesen.
Nicht nur schöne, sondern auch gute, weil brauchbare Luftaufnahmen; Kontrollblick und Vermessung der Entferungen in Google Earth - eine prima Kombination zum Planen.
Heikell beschreibt teils etwas trocken und "neutral", man muß manchmal schon zwischen den Zeilen lesen, um zu erahnen, was er gut und was er nicht so gut findet.

Auf den ersten Blick würde man wohl denken, die vorherrschende Windrichtung sei W. Heikell beschreibt diese jedoch im küstennahen Gebiet (unter 60 sm vor Land) als eher E bis SElich. Dies hat auch der Windfinder Nizza weitgehend bestätigt - wenn auch gewisse Wahrscheinlichkeiten für Mistral existieren. Aber der, so Heikel, wird gen E immer unkritischer. 55kn Mistral Wind, wie *im* Hafen von Bonifacio / Korsika vor einem Jahr erlebt, sind wohl eher unwahrscheinlich.

Ein weiterer Vorteil, speziell mit kleinen Booten, ist die relative Dichte der Häfen und Marinas. Natürlich sind nicht alle gegen jede Windrichtung geschützt, aber einen Unterschlupf in erreichbarer Nähe zu finden, erscheint möglich.

Und es gibt Aussichten auf flotte Gennakerfahrt. 7.5kn gingen bei unserem ersten Törn mit der LW in Dänemark. Mal schauen.

Nach der ersten Runde Einlesen in das Revier bin ich recht optimistisch. Könnte was werden. Schließlich macht diese Tätigkeit einen großen Teil meiner Freude am Segeln aus: Die wenigen Tagen auf dem Wasser dehnen sich in der Vorbereitungsphase auf Wochen und Monate aus, bei denen man abends liest, plant, nachdenkt, abwägt, mit Crew (Ehefrau) und Freunden spricht, Erfahrungen und Gedanken einholt. So begint der Pfingsturlaub schon ganz langsam im Dezember...
Und dann der Törn selbst. Vorfreude pur. Vielleicht fährt ja Pegge mit seiner jetzigen Dehlya mit, wenn auch nur ein Stückchen, wär schön, wenn das mal klappen würde.
Und die Vorfreude auf die Nacharbeit nach dem Törn; GPS auswerten, Logbuch nachlesen, Fotobuch erstellen, Video schneiden - aber dazu, wenn es dann klappen sollte, später.

Wenig Arbeit am Boot

Im Herbst schon wurde die hintere Transport-Maststütze ersetzt. Problem: Wenn wir unterwegs sind, wird die Cockpit-Trennwand durch eine grosse Backskiste ersetzt, diese hat aber keine Halterungen f.d.Mastsütze zum Trailern. Also muste die Trennwand immer mit, während die Backskiste einen Großteil des Kofferraums versperrte.
Die neue Maststütze hängt nun in der Ruderhalterung. Macht 'nen guten Eindruck.

Ansonsten gibt es keine großen Bauvorhaben. Antifouling muß aufgetragen werden, kein Problem mit VC17. Die Ankerlaterne hat den Geist aufgegeben, wahrscheinlich (hoffentlich nur!) ein Wackler in der Rumpfdurchführung. Ansonsten die üblichen Prüfungen vor dem Einwassern.

Wird es endlich wärmer??? - Planungen für 2009

Der Winter schien dieses Jahr nicht weichen zu wollen und dabei sind wir nur noch vier Tage vom Frühlingsanfang entfernt. Immerhin 15° heute und Sonne, das lässt hoffen.

Natürlich gibt es schon einige Planungen fürs Jahr, fürs Boot und für Reisen.

Sommer 2008 - "Little Wing" auf der Ostsee - Erfahrungen

Dieser Post gibt die technischen Erfahrungen wieder.
Der Törnbericht ist hier.
Hier das Video dazu: Part 1 Part 2

Autopilot?
Zum Kennenlernen des Bootes bei mittlerem und stärkeren Wind ist und bleibt das Sitzen an der Pinne unersetzbar. Nur so bekommt man das richtige Gefühl für das Boot. Aber das ist ja insoweit offensichtlich.
Feststellen der Pinne geht auf am Wind Kursen bei mittlerem Wind ganz gut. Man holt die Segel nicht ganz so dicht wie eigentlich nötig. Bei Böen (über-)zieht die Little Wing etwas ins Luv, der Segeldruck geht leicht zurück, flaut der Wind etwas ab, geht sie leicht ins Lee, die Fahrt ist gut.
Sicherlich eignet sich diese Methode nicht für die Regatta, aber während eines langen Segeltages ein, zwei Stunden die Pinne nicht halten zu müssen, tut gut.
Bei halbem und achterlichem Wind ist mir diese Methode nicht gelungen. Kleine Änderungen der Windstärke führten zu viel grösseren Kursänderungen.Was etwas komisch ist, da ich die Fam so trimmen konnte, dass ich bei halbem Wind die Pinne, ohne sie festzustellen loslassen konnte. Vielleicht war der Wind zu böig, oder das muss vielleicht noch besser geübt werden.
Irgendwann braucht es vielleicht doch noch einen Autopiloten.

Bügelanker
Der wenige Pfund schwere klappbare Schirmanker und die kurze, kleingliedrige Kette sind völlig ausreichend fürs Heimatrevier, schienen aber für die Ostsee zu mager. Nach langem Studieren fiel die Wahl auf den Bügelanker von Rolf Krazniek. Siehe auch weiter unten.
Dahinter die vorhandene Kette als Vorlauf, und eine 30 m Ankerleine, die im vorderen Teil bleiverstärkt ist.
Zwar hatten wir in der Helnaes Bucht einen geschützten Ankerplatz und eine ruhige Nacht, aber alles in Allem schien die die Lösung sehr vertrauenserweckend.
Wie der Anker arbeitet, zeigte sich am Morgen beim Anker heben. Er sass bombenfest, erst als wir genau über ihm lagen lies er sich dank langem Schaft leicht ausbrechen. Ein Berg voll Schmodder auf der Flunke zeigte, wie tief er sich eingegragben hatte.

Sitzkissen?
Auf Dauer hat sich die geriffelte Sitzfläche im Cockpit schon als ziemlich hart herausgestellt. Allmählich bekommt man ein Gefühl, als würde Hornhaut am Allerwertesten wachsen. Zwar haben grosse zusammengelegte Badehandtücher als Unterlage geholfen, dennoch haben wir uns gefragt, ob wir nicht Sitzkissen machen lassen sollten. Bei strammem Wind, wenn man immer wieder auf die hohe Kante klettert, könnten sich Sitzpolster aber als hinderlich herausstellen. Der ideale Kompromiss ist noch nicht gefunden und muss noch eine Weile durchdacht werden.

Reffs und Reffleinen
Für die vorgefundenen Windverhältnisse bis 5 bft, war ich froh, dass ich im Winter vom Segelmacher ein zweites und drittes Reff einarbeiten lies. Es hat sich gezeigt: wer rechtzeitig refft, fährt schneller (und komfortabler).
Am Lümmelbeschlag sind keine Reffhaken. Also wird die Cunningham an die Refföse am Vorliek gebändselt. Das hat sich ganz gut bewährt, da man das Vorliek zumindest im unteren Teil nachträglich noch etwas straffen kann.
Die Little Wing hat eine durch den Baum geführte Reffleine zur Öse am Achterliek. Das tut seinen Dienst für das erste Reff problemlos, aber beim zweiten und dritten Reff kommt der Baum durch den ungünstigen Winkel der Reffleine zum Schothorn unangenehm tief. Also wird der Baum über die Refföse am Achterliek mit einem Bändsel hochgebunden.
Das geht alles, nur es braucht Zeit und man fährt recht lang in den Wind, bis alles fertig ist. Ohne Motorunterstützung erscheint das schwierig.
Im Jeanneau-Handbuch ist ein Ein-Leinen-Reff-System dargestellt. Aber drei Leinen für drei Reffs einziehen? Und das ganze Schlamassel mit den langen im Cockpit herumfliegenden Reffleinen beim Einholen des Gross? ich weiss nicht, ob mir das gefällt.
Auch hier muss noch eine Weile gedacht werden.

Roll-Booster
Damit hat Fritz Segel eine tolle Universallösung für leichteren Wind im Programm. In Verbindung mit dem Gennakerbaum der Sun Fast 20 ein super Lösung. Der Booster, der ähnlich wie ein Gennaker geschnitten ist, geht recht hoch an den Wind, entfaltet die volle Kraft bei halbem und achterlichem Wind und wenn's dann sein soll, lässt er sich vor dem Wind auch ausbaumen.
Der Booster kam bei diesem Törn zwei Mal zum Einsatz. Ein Mal bei sehr leichtem Wind vor Middelfart, als wir keine Lust hatten, schon zu motoren. Das andere Mal bei 3 bft achterlich auf dem Weg nach Assens. Speed Boost von 4 auf 6 kn, Höchstgeschwindigkeit 7. So war's gedacht. Dabei so leicht im Handling. Wenden, wenn man höher am Wind ist: Mit dem Endlosroller einrollen, wenden, ausrollen, trimmen, fertig. Halsen wie mit dem Gennaker. Einholen: Aufrollen, fertig. Geht man Bug voraus in die Box, Gennakerbaum einfahren, Spischot leicht dicht holen, schon wieder fertig.

Echolot, Logge und Windmesser
... hat die Little Wing nicht. Wind wird mit dem Handwindmesser gemessen, Geschwindigkeit (über Grund) mit dem Hand-GPS, Wassertiefe wird aus der Karte ausgelesen.

Während die Frage nach der Geschwindigkeit über Wasser (bei wenig Strömung) nun mal so entscheidend nicht ist, und auch der Wind eher ein nice to have wäre, ist die Tiefe, auch bei einem solch kleinen Boot oft interessant. Gerade in Revieren wie der dänischen Südsee und dem Kleinen Belt mit den teils sehr engen Fahrrinnen kann man hier und da sicherlich abkürzen. Aber wo und wieviel? Ist die Karte genau genug? Also besser den langen Weg durch die Rinne, und das kann schon mal eine Stunde mehr bedeuten.
Aber wenn man dann wirklich mal trocken fallen will, geht das, oder ist dann der Geber im Eimer?
Also auch hier sind noch Überlegungen anzustellen.

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